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Geburtshaus, Hebammengeleitete Geburt oder eine Spitalgeburt?


Was entspricht eher meinen Bedürfnissen: eine Geburt im Spital oder lieber im Geburtshaus? Wir klären über die Unterschiede auf.


Es ist noch gar nicht so lange her, dass die allermeisten Kinder zu Hause im Bett zur Welt kamen. Das war seit Menschengedenken so, schliesslich gab es kaum Alternativen. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg machte die moderne Medizin ungeheure Fortschritte, und das Gesundheitswesen wurde massiv ausgebaut. Spätestens ab den 1970er Jahren stellte die Spitalgeburt den Normalfall dar. In der jüngeren Vergangenheit zeichnete sich jedoch ein Trend zu alternativen Geburtsarten und –Orten ab.


Die Geburt im Geburtshaus

2016 gab es in der Schweiz laut der Interessengemeinschaft Geburtshäuser Schweiz 23 Geburtshäuser. Von den 87 883 Kindern, die 2016 geboren wurden, kamen 1769 in einem Geburtshaus zur Welt. Das entspricht etwa zwei Prozent. In Geburtshäusern werden Schwangere und Paare während der Schwangerschaft, der Geburt und in den ersten Tagen nach der Geburt von Hebammen begleitet und betreut. Kommt es zu Komplikationen, werden Frau und Kind ins Spital verlegt: Dies ist etwa dann der Fall, wenn die Geburt zu lange dauert, die Schmerzen zu stark werden oder wenn die Frau eine Periduralanästhesie (PDA) wünscht. 2016 mussten 17 Prozent der Frauen, die eine Geburt im Geburtshaus begonnen hatten, ausserplanmässig in eine Klinik überwiesen werden. Betroffen waren vor allem Frauen, die zum ersten Mal ein Kind zur Welt brachten.


Die hebammengeleitete Geburt

Wer unter medizinischen Top-Bedingungen ausschliesslich von einer Hebamme betreut werden möchte, entscheidet sich für die sogenannte hebammengeleitete Geburt im Spital. Dieses Modell erfreut sich zunehmender Beliebtheit.


Spitalgeburt

Der bewährte Klassiker: Eine Spontangeburt im Spital, begleitet von einem interprofessionellen Team aus Ärzten, Hebammen und Pflegfachkräften. Die überwiegende Mehrheit der Kinder erblickt hierzulande auf diese Weise das Licht der Welt. Im Vordergrund des Arzt-Hebammen-Modells stehen die individuelle Betreuung und Selbstbestimmung der Frau: Sie entscheidet, wann und ob sie gegen die Schmerzen Medikamente oder eine Periduralanästhesie (PDA) wünscht. Dank der medizinischen Infrastruktur bietet die Spitalgeburt die höchstmögliche Sicherheit. Gerade bei Risikoschwangerschaften gibt es zu diesem Modell daher keine Alternative.





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